Prägung schon im Mutterleib..

Was ein Kind während einer Schwangerschaft hört, hat Einfluß auf seine Art zu denken und zu fühlen. Es nimmt gedämpfte Geräusche durch die Gebärmutterwand wahr. Dabei kann es sich um Geräusche vom Magen oder Darm der Mutter, um Musik oder Gespräche, z.B. zwischen Mutter und Vater, handeln. Das Kind spürt die Emotionen der Mutter mit und kann so angenehme und unangenehme Stimmen und Geräusche unterscheiden. Ob du als Mutter entspannende Musik hörst oder einen Krimi im Fernsehen anschaust, beide Male empfindet das Kind die Gefühle, die dabei entstehen, mit. Es ist somit wichtig, mit wem oder was du dich in der Schwangerschaft umgibst, denn dein Kind wird maßgeblich dadurch geprägt. Höre regelmäßig Musik, die dich in gute Stimmung versetzt, oder, was noch besser ist, singe selbst. Dein Kind hört nicht nur die Melodie, sondern bekommt auch schon sehr früh die Vibrationen mit, die im Körper beim Singen entstehen. Dabei kommt es nicht auf die Art der Musik an, sondern das es dir Spaß macht zu singen. Diese Freude fließt zu deinem Kind und hüllt es in liebevoller Geborgenheit ein. Wiederhole dieses Musikstück immer wieder. Nach der Geburt wird dein Kind es wiedererkennen und sich schneller beruhigen, wenn es weint oder nicht schlafen kann. Schon zu Zeiten Karls des Großen wurde Gesang bei Kindern zur Heilung eingesetzt. Eine Spieluhr oder digitale Musikberieselung hört ein Kind auch, dies hat aber nicht die gleiche tiefgreifende Wirkung.

Auch durch unsere Ernährung prägen wir ein Kind schon in der Schwangerschaft für das spätere Leben. Durch Geschmacksstoffe und ätherische Öle, die über die Plazenta zum Kind gelangen, bekommt es schon einen Eindruck von dem Essen, was du liebst. Wann du in der Schwangerschaft z.B. Orangen gerne gegessen hast, liebt dein Kind diesen Geschmack ebenso. Es wird sich als Säugling schneller beruhigen, wenn es Orangenduft, auch über die Duftlampe, riecht.

Wissenschaftler haben in England Studien über die Ernährung durchgeführt und Menschen von der Geburt an über 40 Jahre begleitet. Dabei hat sich herausgestellt, daß die Nahrung, auf welche der Mensch als Kind geprägt wurde (bis zum 3. Lebensjahr) von ihm ein Leben lang bevorzugt wird. Erfolgte diese Prägung z.B. mit Ernährung durch fast food, so war dem Menschen später oft bewußt, das diese ungesund ist und er versuchte sich an anderen Nahrungsmitteln wie Salaten oder Obst. Schmackhaft fand er allerdings nur fast food.

In der Gebärmutter bekommt ein Kind auch den Tagesablauf der Mutter mit und stellt sich darauf ein. Es weiß, wann es eher ruhig zugeht oder wann die Mutter unterwegs ist. Das Kind möchte mehr Aufmerksamkeit und versucht dies mit eigenen Bewegungen herauszufordern. Wenn man dann über den Bauch streicht, boxt das Kind dagegen. Macht man dies zusätzlich immer zur gleichen Tageszeit, wird die Kontaktaufnahme auch von innen -vom Kind – ausgehen. Gehst du immer erst nach Mitternacht schlafen, wird sich dein Kind auch daran gewöhnen und nach der Geburt auch erst nach Mitternacht zur Ruhe kommen.

Auch auf Streß reagieren Kinder. Dabei steigt der Herzschlag an und das Kind wird unruhig. Es reagiert auch da auf den Streß der Mutter, der durch zuviel an Aktivität oder durch negative Emotionen ausgelöst werden kann. Passiert auch dieses öfter oder ist sogar ein Dauerzustand, prägt sich das dem Kind ein, da es dann Gefühle der Unsicherheit hat. Wenn es auf der Welt ist wird es dann schwer zur Ruhe kommen, weil es sich nicht sicher und geborgen fühlt.

Es ist sicher sinnvoll, spätestens während einer Schwangerschaft darüber nachzudenken, was man dem Kind zu Beginn seines Lebensweges mitgeben möchte. Dabei geht es nicht darum, keine „Fehler“ zu machen, sondern sich grundsätzlich bewusst zu machen, wie man lebt. Welche Lebensart ist wichtig und richtig für dich und dein Kind? Finde es heraus!

(Foto: unbekannt)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s